Tadao Ando in Deutschland: 

weisenburger-Zentrale in Karlsruhe

Die Unternehmensgruppe weisenburger bezieht ihre neue Unternehmenszentrale in Karlsruhe. Das neue Bürogebäude ist ein Entwurf des japanischen Stararchitekten Tadao Ando. Die auf Bau und Projektentwicklung spezialisierte Gruppe errichtete ihre eigene Zentrale.

Auf 13.000 m² Bruttogeschossfläche bietet der Neubau 650 Arbeitsplätze und 15 Besprechungsräume auf bis zu sieben Ebenen. Es entsteht eine innovative Arbeitswelt, die um eine Cafeteria, ein Fitnessstudio, eine Dachterrasse und eine Freitreppe im Innenhof ergänzt wird. Drei Tiefgaragengeschosse sichern die notwendige Parkplatzanzahl. Bauherr und Geschäftsführer Nicolai Weisenburger fasst die gestalterischen Grundsätze des Gebäudes zusammen:

„Das Gebäude überzeugt durch Einfachheit. Beton als unser Hauptwerkstoff spielt eine zentrale Rolle. In der Reduktion auf das Wesentliche spiegelt sich gleichzeitig höchste Effizienz wider. Geradlinigkeit und Pragmatismus sind für uns entscheidend.“

 

Lichtspiel zwischen den Säulen und der Fassade der neuen weisenburger-Zentrale in KarlsruheBlick auf die Westfassade des Gebäudes mit Kopfbau bei blauem Himmel.Junger grüner Baum vor Sichtbetonwand.Blick nach oben auf er Westseite des Gebäudes: Fensterfront, Betondecke sowie Betonsäulen sind zu sehen.Beleuchtete weisenburger-Zentrale bei Nacht.Südwestfassade der weisenburger-Zentrale in der Dämmerung. Lichtspiel auf einer Sichtbetonwand und dem Parkettboden im Foyer.Foyer mit Empfangstresen, Betonsäule und Freitreppe, dahinter der Innenhof des Gebäudes.Die Ostfassade des Gebäudes wird von den letzten Sonnenstrahlen des Tages beleuchtet.Geschwungene Nordseite des Gebäudes mit blauem Himmel.Im Innenhof des weisenburger-Gebäudes führt eine breite Betontreppe in den ersten Stock.Blick den Flur entlang: niedriger Tisch mit zwei Stühlen, Think tank und Büros zu beiden Seiten.Gerade Holztreppen mit Glasbrüstungen verbinden die einzelnen Etagen miteinander.Blick auf die südwestliche Ecke des Gebäudes aus Glas und Beton.Frei schwebende Treppe aus Beton mit Glasbrüstung im Foyer.Der Haupteingang des Gebäudes auf der Südwestseite ist durch mehrere Betonstützen eingerahmt.Betonstütze und Betonwand mit Ankerlöchern im Foyer der weisenburger-Zentrale Der Kopfbau des Gebäudes wird durch runde Betonstützen getragen.Betonstützen in FachwerkoptikFrontalaufnahme der Südfassade des neuen weisenburger-Gebäudes mit grünen Bäumen.Blick aus dem sechsten Stock auf die gegenüberliegende Glasfassade.Geschwungene Sichtbetonfassade auf der Nordseite des Gebäudes.Bäume vor Betonstützen an der Ostseite des Gebäudes.Blick über den Innenhof auf den Südflügel der weisneburger-Zentrale.Licht fällt durch die Fenster auf eine gemütliche Sitzgruppe umgeben von einer Fachwerkkonstruktion.Blick durch Glastrennwände in ein lichtdurchflutetes Büro mit Schreibtisch und Besprechungstisch.Die frei tragende Betontreppe im Foyer wird vom Sonnenlicht angestrahlt und wirft Schatten.Betonstützen flankieren den Eingang auf der Westseite.Treppenaufgang aus Beton, der zur Dachterrasse führt.Frontalaufnahme der Südfassade bei blauem Himmel.Blick von der Empore im ersten Stock durch die Glasfassade in den Innenhof.Frei schwebende Betontreppe mit Glasbrüstung vor einer Sichtbetonwand.

Wenn Sie die Bilder nutzen möchten, wenden Sie sich direkt an die Fotografen:

HGEsch Photography (contact@hgesch.de) 
Roland Halbe Fotografie (contact@rolandhalbe.de)

Tadao Ando in Karlsruhe: Glas und Sichtbeton


„2014 fragten wir erstmals eine Zusammenarbeit mit „Tadao Ando Architect & Associates“ an. Wir wollten das für uns sehr wichtige Projekt speziell mit diesem Architekten umsetzen. Ein gemeinsames Anliegen von Architekt und Bauherr war, ein ästhetisch wertvolles Gebäude zu erschaffen, das die neusten technischen Standards erfüllt, energieeffizent ist und somit unseren Mitarbeitern die besten Arbeitsbedingungen bietet.“ erläutert Nicolai Weisenburger die ersten Schritte des Projekts.  

2017 wurde der symbolische Spatenstich gefeiert, 35.000 m³ Aushub folgten. Die Entwürfe des Pritzker-Preisträgers Tadao Ando wurden mit dem lokalen Architektenbüro „archis“ umgesetzt.

Der kubische Entwurf variiert in der Höhe: Straßenseitig erhebt sich das Gebäude über sieben Stockwerke. Das oberste Geschoss führt über eine Galerie auf die Dachterrasse. Der trapezförmig angelegte Portikus mit Haupteingang befindet sich im Westflügel. Die Seitenflügel sind viergeschossig, auf der Nordseite liegt das Gebäude eine Etage tiefer. Mit der künftigen vertikalen Bepflanzung der weiten Auskragung sowie den begrünten Dachflächen fügt das Gebäude sich harmonisch in seine Umgebung ein. 

Beton verleiht dem Bauwerk Stabilität und Beständigkeit. Nichtsdestotrotz wirkt das Gebäude durch die Glasfassade und seine Struktur leicht und transparent. 5.000 m² Glas- sowie 16.950 m² Sichtbetonfläche gestalten das Gebäude; insgesamt 32.228 Ankerlöcher wurden angefertigt. Der Sichtbeton wurde nach einer speziellen Rezeptur hergestellt. Die Flächen fühlen sich einerseits samt-weich an, andererseits enden sie scharfkantig. 

Architektonische Highlights sind neben der großen Freiteppe im Innenhof auch die frei tragenden Betontreppen im Foyer und in der Skylounge. Eine Fachwerkkonstruktion in Sichtbeton in der zweiten Etage stützt das auskragende Gebäudeelement der fünf Stockwerke darüber. Bemerkenswert ist die Präzision dieser Arbeit: Die Stützen dienen nicht nur der Statik, in grader Flucht liegend erfüllen sie höchste ästhetische Ansprüche. 

Technik für mehr Nachhaltigkeit


Die neue Unternehmenszentrale ist an keine externen Wärmequellen angeschlossen. Die benötigte thermische Energie wird ausschließlich der Atmosphäre entzogen und mit einer vorrausschauenden Regelstrategie über Wärmepumpen eingelagert bzw. genutzt. Für das Speichern der Energie ist die Bodenplatte des dritten Untergeschosses sowie die Decke des ersten Untergeschosses (mit einer Stärke von 1,19 m) zu einem thermischen Pufferspeicher aktiviert. Über zwei parallele, voneinander unabhängige Systeme (Betonkernaktivierung und Bodenkanalkonvektoren) erfolgt die Übergabe der Wärme und Kälte in den Raum völlig autonom. Die Bodenkanalkonvektoren ermöglichen eine individuelle Temperaturregelung. Auch die Lüftungsanlage mit der Wärmerückgewinnung und adiabater Kühlung ist hoch energieeffizient. Das innovative und emissionsfreie System dient der Nachhaltigkeit: Pro Jahr werden über so 30 Tonnen CO₂ eingespart. 

Karlsruhe als attraktiver Standort


An 13 Standorten ist weisenburger in Deutschland vertreten. Das Unternehmen expandiert nicht nur räumlich, auch der Mitarbeiterstamm wächst stetig. Der Standort wirkt dem Fachkräftemangel entgegen, er ist infrastrukturell sehr gut angebunden und zentral gelegen. Günstig ist auch die räumliche Nähe zu Universitäten und Hochschulen: Über Lehrveranstaltungen, Forschungsprojekte und Praktika werden künftige Fachkräfte frühzeitig an das Unternehmen gebunden.  

TOP 100 - weisenburger als Innovations-Champion ausgezeichnet


Der Innovationswettbewerb, den Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar als Mentor begleitet, bewertet die Innovationserfolge von Unternehmen. 2021 wird weisenburger zum dritten Mal als Innovations-Champion im Mittelstand ausgezeichnet; vor allem für die Digitalisierungsstrategie und die weisenburger-App-Welt.

Über die Unternehmensgruppe

„Wir bauen Zukunft!“ – unter diesem Slogan entwickelt sich weisenburger kontinuierlich weiter: 1955 als Baufirma gegründet, umfasst die weisenburger-Gruppe leistungsstarke Unternehmen, die die komplette Wertschöpfungskette der Bau- und Immobilienbranche abdecken. Die Leistung beträgt 350 Mio. €. Vom Reihenhaus über den Wohnungsbau bis hin zum Hotelbau: weisenburger verfolgt das Ziel, die treibende Kraft für bezahlbares Bauen in Deutschland zu sein. Jährlich werden ca. 2.800 Einheiten errichtet. Die Gruppe gliedert sich in die drei Geschäftsbereiche Bau, Projekt sowie Start-up.